Es liegt ein wirklich sehr tolles Wochenende hinter mir mit vielen neuen Eindrücken!
Am Samstag bin ich mit meinen Gasteltern zur 1. Rotary Orientation gefahren, die etwa 5 Stunden entfernt in einer ziemlich hässlichen Stadt stattgefunden hat, an deren Namen ich mich absolut nicht erinnern kann. Sofie, Pierre, Maxi und Martina sind natürlich auch mitgekommen. Versammelt waren schließlich alle Austauschschüler aus meinem Distrikt, ein Großteil davon mit seinen Gasteltern, als auch Argentinier, die vorhaben, einen Austausch zu machen und auch diejenigen, die diesen schon hinter sich haben. Ehrlich gesagt haben wir alle wohl nicht sehr viel von den tausenden von Vorträgen und Präsentationen mitbekommen. Einerseits, weil fast alles auf Spanisch war und andereseits weil es natürlich viel reizvoller war, sich mit seinen Tischnachbarn aus aller Welt zu unterhalten. Jetzt habe ich also schon einmal einen ersten Eindruck von den ganzen Jugendlichen bekommen. Der Großteil scheint sehr sympathisch aber es gibt natürlich auch ein paar merkwürdige Exemplare...
Unter den Austauschschülern sind erstaunlich viele Belgier. Ansonsten viele aus den USA und eigentlich aus aller Welt. Insgesamt sind wir sieben Deutsche, alles Mädchen.
Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon sehr auf die beiden Reisen, die ich ja mit diesen Jugendlichen machen werde: Die Reise in den Süden wird im Dezember stattfinden und 11 Tage dauern, die in den Norden dauert 28 Tage und ist im Februar. Das wird mit Sicherheit eine tolle Zeit!
Nach der Orientation sind wir nach Mar del Plata gefahren. Wir, das sind Sofie mit ihrer Familie, ich mit meinen Gasteltern und Pierre. In der Küstenstadt angekommen haben wir dann unsere Hotelzimmer bezogen und uns in ein Schnellrestaurant (vergleichbar mit Vapiano) geschleppt, obwohl wir Jugendlichen alle todmüde waren. Das war auch nicht anders zu erwarten, denn obwohl wir am Samstagmorgen um 5 Uhr aufstehen mussten, sind wir alle am Freitagabend noch mit Freunden weggegangen und hatten dementsprechend so gut wie keinen Schlaf.
Am nächsten Tag sind wir dann nach einem ausgiebigen Hotelfrühstück Pierre abholen gefahren, der in einer rotarischen Familie übernachtet hat, da alle Hotels über das lange Wochenende ausgebucht waren. So haben wir dann noch gleich den amerikanischen Austauschschüler Andrew wiedergetroffen, den wir schon am Samstag kennengelernt hatten. Ein sehr sympathischer Junge. Er und sein Gastbruder haben uns gleich eingeladen, am Abend mit ihnen wegzugehen, was unsere Eltern aber leider nicht erlaubt haben. Das hat uns natürlich weniger gut gefallen, aber wir mussten uns auch eingestehen, dass diese Einstellung durchaus verständlich war. Welche Eltern würden ihre Kinder schon in einer fremden Stadt weggehen lassen, mit Leuten, die sie kaum kennen?! Den restlichen Tag haben wir bei scheusslichstem Wetter mit Shopping und Stadtbesichtigung verbracht. Unter anderem waren wir natürlich auch am Hafen, wo wir von einer Gruppe Walrossen überrascht wurden, die sich dort mitten auf dem Pier tummelten und von den wilden Hunden angebellt wurden. Was man in einer Großstadt so alles erleben kann!
Abends waren wir dann Asado (Grillfleisch) essen, für mich gab es Salat. In Mar del Plata werden übrigens die unter den Argentiniern berüchtigten Alfajores der Marke "Havanna" hergestellt, die als die besten des Landes gelten. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, die zu probieren und sie sind in der Tat sehr sehr lecker aber auch unverschämt teuer!
Morgen geht es dann wieder ganz normal in die Schule, das heißt früh aufstehen... Juhu!
(Die Bilder vom Wochenende habe ich bei facebook hochgeladen, daher werde ich sie hier jetzt nicht nochmal extra einfügen)