...trennen uns nun schon von meinem letzten Blogeintrag und da ich kein besonders goßes Interesse habe, auch noch die zweite Reise dazwischenkommen zu lassen, kommt hier jetzt endlich mal ein vernünftiges Update!
Vom 4. bis zum 14. Januar bin ich mit 50 Jugendlichen aus aller Welt in den Süden Argentiniens gefahren. Wir, das heißt, alle Austauschschüler aus meinem Distrikt, hatten eine wirklich tolle Zeit! Man muss wohl einräumen, dass die meiste Zeit davon im Reisebus stattfand, den wir nach den 10 Tagen schon fast als unser kleines, unbequemes aber liebenswertes zu Hause angesehen haben. Viele eher weniger erholsame Nächte haben wir in diesem Bus verbracht, sodass die Freude immer sehr groß war, wenn wir mal den Luxus einer Nacht im Hotel genießen durften. Das Gute an der ganzen Fahrerei war aber, dass man nicht wirklich was zu tun hatte, als sich mit seinen Reisekameraden zu unterhalten, sodass zum Abschluss der Reise wirklich gute Freundschaften entstanden waren. Wir haben wirklich tolle Sachen erlebt: Wir haben Pinguine gesehen und waren in einem riesigen Nationalpark in Chile, sind über Gletscher gewandert und haben Bailey‘s auf Gletschereis getrunken, haben in der Hitze am Strand gelegen und waren in einer Bar, die komplett aus Eis gemacht war.
Hier mal unsere komplette Route in der Übersicht:
Jetzt erwarte ich voller Freude die zweite Reise, mit der gleichen Gruppe von Jugendlichen übrigens, die uns dann in den Norden Argentiniens führen wird. Da muss ich allerdings noch bis Februar warten.
Kurz nachdem ich dann wiedergekommen war von der Reise, war auch schon Weihnachten da. Das war sehr seltsam, weil ich bis einen Tag vorher wirklich garnicht realisiert hatte, dass jetzt wirklich Weihnachten vor der Tür steht. Denn hier ist von Weihnachtsstimmung nicht wirklich viel zu spüren, es gibt außer einem kleinen, künstlichen, überschmückten Weihnachtsbaum gar keine Weihnachtsdekoration und auch keine traditionelle Weihnachtsbäckerei - wobei ich die mit Sofie, der Deutschen, in stark vereinfachter Form doch noch gemacht habe - oder Nikolaus. Dann kommt noch dazu, dass es einfach mal 30 °C warm war am 24., da ist es ein bisschen schwierig in die richtige Stimmung zu kommen.
Natürlich habe ich an diesem besonderen Tag ein bisschen meine Familie und unser traditionelles Weihnachten vermisst aber ich hab mir dann einfach gesagt, dass es nur ein Jahr von vielen ist und dass mir noch so viele Weihnachtsfeste mit meiner Familie bleiben, da kann man auch mal eins komplett anders feiern... und zwar - wie könnte es anders sein - indem man nach dem Weihnachtsessen mit der Familie und dem Anstoßen um Mitternacht mit Feuerwerk mit Freunden feiern geht! Letztendlich hatte ich also auch eine gute Zeit. Sylvester ist übrigens eigentlich genau das Gleiche, nur mir mehr Feuerwerk und ohne Geschenke.
Anonsten verbringe ich meine Tage sehr entspannt mit Freunden im Pool und in der Sonne, die Wochenenden mit Weggehen und Schlafen, dazwischen ein bisschen im Kiosk meiner Eltern helfen. Das wird noch so weitergehen bis Anfang März, dann fängt die Schule wieder an...
